Jede Trainingseinheit besteht aus drei Teilen: Aufwärmen, Hauptteil und
Cooldown. Es spielt keine Rolle, ob nach dem Prinzip der komplexen Kraftentwicklung,
oder der differenzierten Kraftentwicklung trainiert wird. Es spielt auch keine
Rolle, ob einmal pro Woche, oder einmal pro Tag trainiert wird. Keiner dieser
drei Teile sollte in einer vernünftigen Trainingseinheit fehlen.
Aufwärmen
Durch das Aufwärmen wird der Körper auf den Hauptteil vorbereitet.
Das Aufwärmen, z.B. auf dem Fahrrad-Ergometer, sollte zwischen 5 und 10
Minuten dauern. Die Belastung sollte zu Beginn gering sein und während
des Aufwärmens leicht ansteigen. Somit wird die Muskeldurchblutung gesteigert,
das Herz-Kreislauf System aktiviert und der aerobe Stoffwechsel angeregt. Gleichzeitig
sind die unteren Extremitäten (Beine) aufgewärmt, das Verletzungsrisiko
ist gesenkt und die Elastizität der Muskeln erhöht.
Falls im nachfolgenden Hauptteil die Rumpf- oder Armmuskulatur trainiert wird,
sollte auch diese noch kurz aufgewärmt werden. Dies erreicht man z.B. mit
gymnastischen Übungen (Schulter kreisen etc.) oder Aufwärmsätzen
mit geringem Gewicht.
Hauptteil
Im Hauptteil sollten gewisse Regeln beachtet werden:
- Erlernen neuer Übungen zu Beginn des Trainings: Die Koordination leidet
am schnellsten unter der Ermüdung des Körpers. Deshalb sollten neue
Bewegungsabläufe an den Anfang des Trainings gestellt werden.
- Mehrgelenkige Übungen vor Isolationsübungen: Auch hier spielt die
Koordination eine wichtige Rolle, diese ist bei mehrgelenkigen Übungen
stärker gefordert, als bei Isolationsübungen. Dazu kommt, dass der
ganze Kreislauf stärker belastet wird.
- Grosse Muskelpartien vor kleinen Muskelpartien
- Aktive Pausen: Der Körper erholt sich schneller, wenn der Kreislauf angeregt
bleibt.
Cooldown
Der Pump, den man nach einem Training verspürt, fühlt sich zwar gut
an, ist aber für den Muskelaufbau nicht von Vorteil. Durch die hohe Belastung
des Muskels während des Krafttrainings wird dessen Durchblutung eingeschränkt.
Auch nach dem Training ist ein erhöhter Muskeltonus (Grundspannung) vorhanden.
Damit der Muskel nach dem Training wieder optimal durchblutet wird, und somit
Abbaustoffe wie Laktat und CO2 abtransportiert und Nährstoffe zugeführt
werden können, sollte diese erhöhte Spannung gesenkt werden. Dies
erreicht man am besten durch ein lockeres Auslaufen oder leichtes Dehnen. Damit
wird der ständige Druck auf die Blutgefässe gesenkt.
Anmerkung: Die Betonung liegt hier auf leichtes Dehnen. Es sollte keinerlei
Schmerz verspürt werden, da sonst die im Krafttraining entstandenen, feinen
Risse in der Muskulatur noch zusätzlich belastet werden. Falls die Beweglichkeit
trainiert werden soll, dann muss dafür eine separate Trainingseinheit eingelegt
werden.
Quelle: PowerFood, Anbieter für Sporternährung
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