Lionel Beyeke gewinnt FLEX Pro Show 2012

Der erste Grand-Prix-Sieg in der Saison 2012 geht nach Frankreich. Lionel Beyeke konnte sich knapp gegenüber der Konkurrenz im sonnigen Santa Monica, Kalifornien, behaupten. Lionel zeigte wie erwartet die wohl harmonischste Linie, die es aktuell im Profi-Bodybuilding gibt. Mit seinen vollen Muskelköpfen war sein Weg für den Sieg eigentlich vorgezeichnet, wenn er nicht einmal mehr mit der erforderlichen Härte haderte. Lionel trug während der Vorwahl einen sichtlichen Wasserfilm und verlor dadurch deutlich an Boden. Im Finale konnte der Europäer jedoch deutlich trockener in das Bühnenlicht treten und sich so einen hauchdünnen Vorsprung zum zweitplatzierten Ben Pakulski schaffen.

Ben Pakulski zeigte hier in Kalifornien jene Verbesserungen, die die Fachwelt von ihm erwartete. Der Personal Coach hat es geschafft, seinen Oberkörper auf den Stand seiner brachialen Beine zu bringen und brachte gerade in den seitlichen Posen Lionel Beyeke ordentlich ins Schwitzen. Lediglich sein Rücken könnte noch einiges an Breite vertragen, um das Missverhältnis zwischen Ober- und Unterkörper auszugleichen. Ausschlaggebend für seinen zweiten Platz dürfte jedoch die mangelnde Härte gewesen sein. Ähnlich wie Beyeke war auch Pakulski nicht knochentrocken. Und das ist auch kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Ben vor Kurzem Vater wurde und seine Schlafgewohnheiten durch den Familienzuwachs ordentlich durcheinander gerieten.

Fouad Abiad wurde von den anwesenden Journalisten während der Vorwahl als sicherer Sieger gewertet. Der Kanadier stellte eine rasiermesserscharfe Muskulatur mit tiefen Einschnitten zur Schau und brachte genug Muskelmasse auf die Bühne, um sein „Freakpotential“ vollkommen auszuschöpfen. Sein dritter Platz wurde im Saal mit Kopfschütteln und leisen Protesten quittiert. Ein Sieg wäre wegen seiner kompakten Struktur vielleicht in Frage gekommen, aber ein zweiter Platz wäre mehr als gerechtfertigt gewesen.

Im Vorfeld der Show wurde Shawn Rhoden als heißer Titelfavorit gehandelt. Sein 11. Platz bei seinem Mr. Olympia-Debüt im letzten Jahr ließ die Bodybuilding-Welt aufhorchen. Allerdings vermochte Shawn es am Samstag jedoch nicht, seine hervorragenden Proportionen trocken zu legen. Tiefe Einschnitte und Querstreifen waren bei ihm einfach Fehlanzeige. Dennoch kann er von Glück sprechen, nicht einen Rang tiefer platziert worden zu sein.

Den der Leichtschwergewichtler (95kg Klasse) Eduardo Correa brachte ein brutales Paket nach Santa Monica, das die Bühnenbretter ächzen ließ. Eduardo war von allen Seiten gewaltig prall und stellte eine Muskeldichte zur Schau, wie man sie nicht häufig sieht. Dazu war er neben Fouad Abiad der härteste Athlet im Line-Up. Der Brasilianer scheiterte lediglich wegen seiner vergleichsweise geringen Körpergröße. Wenn er neben Athleten steht, die 10-20 kg schwerer sind, wirkt er trotz seiner immensen Muskelberge einfach etwas klein. Mit dem 30 Jährigen ist jedoch definitiv in Zukunft zu rechnen.

Die Top-5 der FLEX Pro Show 2012

1. Lionel Beyeke

2. Ben Pakulski

3. Fouad Abiad

4. Shawn Rhoden

5. Eduardo Correa





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